Ethik in der Sikh-Religion

Ausgehend von den Weisheiten der Sikhi thematisiert Khushwant Singh die Bedingungen einer universellen Ethik. Zunächst gilt es anzuerkennen, dass es eine schmerzliche Unausgewogenheit zwischen weltlichem und innerem Fortschritt gibt. Eine weltliche Ethik entsteht vorwiegend unter äußerem Handlungsdruck. Im Gegensatz dazu ist eine intuitive spirituelle Ethik nicht von Umständen abhängig und damit zeitlos. Hier wird allein aus sich selbst heraus tugendhaft und weisheitsorientiert gehandelt. Es besteht weder eine Sehnsucht nach weltlichen Annehmlichkeiten oder sozialer Anerkennung noch missionarischer Eifer oder eine Heilserwartung im Jenseits. Eine intuitive Ethik wird geboren, wenn die stimmlose Stimme der Seele wahrhaftig gehört wird. Diese spirituelle Verwurzelung inspiriert nicht nur zu Rechtschaffenheit, sondern ermöglicht eine Transzendenz jenseits der materiellen Welt. Sie stellt sicher, dass heillos kurzsichtige Sichtweisen gemieden werden und Haltungen gestärkt werden, die das langfristige Wohl der Lebewesen im Blick haben. Als demütige Gäste auf Mutter Erde erkennen Menschen, die die Kunst der intuitiven Ethik zu Leben erwecken, die tiefe Verbundenheit existenzieller Geschwisterlichkeit und die Göttlichkeit des Lebens in seiner Fülle. Credits: Pexels

Wahrheit« und »Unwahrheit: Die Frage nach einer universellen Ethik

Die Unterscheidung von »Wahrheit« und »Unwahrheit« begleitet uns wie ein Schatten. Eine Grundfrage dabei lautet, ob es eine universelle Ethik gibt. Im Folgenden wird darauf aus Sicht der Sikh-Religion geantwortet.[1] Folgendes Beispiel soll helfen, sich dem Thema anzunähern:

Weltweit herrschte die Auffassung, die Atomenergie sei sicher und »gut«. Sie lieferte ohne Ausfälle Strom und verschaffte der Industrie hohe Gewinne. Die Kunden freuten sich über niedrige Preise und gingen sorglos mit Strom um. Mahnende Stimmen, auch mit Blick auf die Wirkungen des Atommülls, blieben ungehört. Der Unfall von Tschernobyl 1986 legte die Gefahren der Atomkraft offen, brachte aber keinen globalen Politikwechsel. 2011 führte ein Seebeben samt Tsunami zu einer Atomkatastrophe im japanischen Fukushima. Über Nacht gilt die Atomenergie zumindest in Deutschland als »schlecht«. Der Atomausstieg wird beschlossen.

Das Beispiel zeigt, wie stark unsere Bewertungen von Erfahrungen, Interessen, Verflechtungen und herrschenden Meinungen abhängen und entsprechend konkurrierende Haltungen erzeugen. Die Menschheitsgeschichte verdeutlicht, dass wir bis heute wider besseres Wissen die Grenzen der Moral ausreizen. Die Berichte über private Tragödien, Krieg, Menschenrechtsverletzungen, Terror, religiösen Extremismus, Armut, Korruption, Wirtschafts- und Finanzkrisen legen Zeugnis davon ab. Wir schaden uns nicht nur gegenseitig, sondern beuten profitsüchtig natürliche Vorkommnisse der Umwelt aus. Dies geschieht, obgleich die Natur uns genügend Ressourcen für ein materiell sorgloses Leben bereitstellt. Dies geschieht, trotz der kulturübergreifenden Erfahrung, dass materieller Fortschritt nicht zu nachhaltiger Gerechtigkeit und Zufriedenheit führt. Dies geschieht, obwohl Kurzsichtigkeit, Rücksichtslosigkeit, Gier, Machthunger, Hass, Lüge, Überwachung, Entmündigung und Gruppenzwang Leid hervorbringen und einem würdevollen Miteinander entgegenstehen.[2]

Evozierte weltliche versus intuitive spirituelle Ethik

Es ist offensichtlich, dass es eine Unausgewogenheit zwischen weltlichem und innerem Fortschritt gibt. Wir folgen oftmals einer evozierten Ethik. Diese hervorgerufene Sittlichkeit bildet sich individuell und kollektiv – wenn überhaupt – heraus, wenn das Kind sehenden Auges in den Brunnen gefallen ist. Aufgrund ihres interessen- und kontextbezogenen Charakters wird diese Form der Moral in der Sikh-Religion als weltliche Ethik eingeordnet.[3]

Komparativ dazu wird eine intuitive Ethik als wahrhaftig angesehen. Sie kommt zeitlos zur Geltung. Bei dieser spirituellen Ethik wird aus sich selbst heraus tugendhaft agiert, weil die stets zur Sittlichkeit inspirierende einhellige Stimme der Seele Gehör findet. Diese ermöglicht, sich nicht länger von Gewissensberuhigungen und Heuchlei blenden zu lassen.[4]

Als Grundlage hierfür wird eine spirituelle Verwurzelung gesehen. Sie befähigt, die eigene seelische Verwobenheit mit einer höheren Allmacht aufzuspüren. Teil dieser Entdeckung ist, dass das Irdische ein wahrer Traum ist, der zu Ende gehen wird, ohne dass der Träumer selbst aufhört zu existieren. Dieser relativierende jenseitige Weitblick hilft, einseitig weltliche Selbstsucht (haumai) zu meiden und tugendhaft zu handeln – und zwar losgelöst von religiösen Heilsansprüchen und Eigeninteressen, die je nach Erfahrungen, Gruppenzugehörigkeit, Kontext und Zeitgeist variieren. Ein Mensch, der der Stimme der Allmacht folgt, lebt wie von selbst aufrichtig und stemmt sich gegen Niedertracht. Er ist auch bereit, aus Fehlern zu lernen und überführte Unwahrheiten der eigenen Gruppe hinter sich zu lassen.[5] Um diese Zusammenhänge einordnen zu können, werden zunächst zentrale Einsichten der Sikh-Religion skizziert.

Sikhi – Leben mit Weisheit

Die Sikh-Religion ist die fünftgrößte Weltreligion. Die über 20 Millionen Anhänger nennen sich Sikhs, Schüler. Männliche Sikhs erkennt man traditionell an einem ungestutzten Bart und kunstvollen Turban. Die Kopfbedeckung samt ungeschnittenem Haar wird als Selbstverständlichkeit einer frommen und natürlichen Lebensweise angesehen.

Die Religion, die von Sikhs als Sikhi bezeichnet wird, ist im Panjab, im heutigen Nord-Indien, entstanden. Sie geht maßgeblich auf den 1469 geborenen »Gur« Nanak sowie seine neun Nachfolger – zumeist bekannt als die »zehn Gurus« – und weitere Fromme (Bhatt, Bhagat) zurück. Aus Sicht der Sikhs erkannten die Frommen, die sich zu keiner bestehenden Religion zugehörig sahen, den Lebenssinn der Selbstkenntnis. Dies gelang ihnen nach ihren einstimmigen Aussagen durch die Bewusstwerdung einer höheren Allmacht (hukam bhuj), die Überwindung von Weltlichkeit und spiritueller Hingabe – und eben nicht durch die Einhaltung religiöser Dogmen und Kodexe, die Ausübung von Ritualen, Mantras, Rezitationen, Fastenzeiten, Nahrungsvorschriften, Pilgerreisen, Yoga- und Meditationstechniken oder intellektuellen Erörterungen.[6]

Um eine zeit-, orts-, ethnien-, nationen- und religionsübergreifende Möglichkeit zu schaffen, an den ihnen offenbarten Erkenntnissen (sikh mat) teilzuhaben, trugen die Frommen diese zusammen. Den Frommen ging es dabei nach eigenen Aussagen in keiner Weise darum, sich verehren zu lassen. Entsprechend bezeichnen sie nur den Allmächtigen und seine Weisheit als einzig wahren »Guru« (Erleuchter, Meister). Sich selbst sehen die Frommen demütig als fehlerhafte Diener (daas, garib, jan) des Einen, der sich ihrer als Sprachrohr bedient. Bildlich bilden die gebündelten Einsichten (gurbaani, gurmat) der über 35 Frommen den Finger, der den Durstigen den Weg zur Quelle weist.[7] Sikhs sehen daher die 1430-seitige Anthologie, die 1708 fertig gestellt wurde, als zentrale Quelle religiöser Inspiration. Das als Adi Guru Granth Sahib (AGGS) benannte Werk beruht auf Melodienfolgen und vereint eine Sprachenvielfalt mit hoher Dichtkunst.

Die Allmächtige Einheit

Im Mittelpunkt des AGGS steht der unermessliche Allmächtige, dem sich metaphorisch genähert wird. Er wird als ewige Einheit beschrieben, die, ähnlich einem Atom, aus unendlich vielen Teilchen besteht. In einem Bild ist vom Zucker inmitten des Sandes die Rede. Sprich der Wahrhafte ist nur schwerlich aufzuspüren. Der Eine wird als beobachtender Regisseur wahrgenommen, der als Schöpfer, Erhalter und Erneuerer wirkt (sargun, nirgun). Er verkörpert die Urform reinster Tugend und Vergebung. Bedingungslos stellt der Allmächtige alles Lebenswichtige bereit und sorgt durch Naturgesetze für kosmische Ordnung. Ausgehend von seiner Weisheit wird allen Geschehnissen, so unerklärbar wunder- oder leidvoll sie erscheinen, ein Sinn zugesprochen (hukam). Entsprechend werden Naturkatastrophen oder andere Schicksalsschläge nicht als Zufall angesehen.[8]

Dem Menschen wird im Zuge der Evolution die Möglichkeit der Seelenkenntnis zugesprochen (bij mantar). Die innere Erforschung von Wahrheit bildet daher ein Kernelement des AGGS. Eine Grundprämisse dabei lautet, dass nur das als wahrhaftig gilt, was im Dies- und Jenseits (ihaa, uhaa) wirksam und unwiderlegbar ist. Entsprechend wird nie Vergängliches, sondern einzig das Geschenk der Erkenntnis erbeten. Als religiös wird jedwede tugendhafte und tolerante Lebensweise erachtet, die von einem tiefen Vertrauen in den form-, feind- und namenlosen Allmächtigen zeugt – und Spiritualität mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Ausgehend von dieser universellen Ausrichtung werden alle Aspekte des Daseins abgeleitet. Darunter auch die Gleichwürdigkeit aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter oder sozialem Status.[9]

Die Urtäuschung der Selbstüberschätzung

Den Urgrund des weltlichen Lebens führen die Frommen auf eine seelische Täuschung (bharam) und nicht auf sündhafte Handlungen zurück (karam, paap).[10] Sie deuten an, dass die Seele in der Heimat der Wahrhaftigkeit (sach khand) dem Übermut erliegt, sie verfüge über genügend Erkenntnis und könne eigenständig wirken. Um der Seele die Möglichkeit zu geben, ihren Irrtum zu erkennen, wird diese auf Geheiß der Allmacht aus dem Chor der Seelen in die Schule der Weltlichkeit entlassen (bhav saagar). In der Sprache der Frommen stirbt die Seele. Weltlich gesehen wird Leben geboren. Die Seele erhält nach gegensätzlich anmutenden Erfahrungen wie Freude/Leid und Erkenntnis/Unwissenheit die Chance, vollständige Einheit (puran bhram) zu erfahren und heimzukehren. Dem trennenden Gift der Selbstüberschätzung ist also die Medizin mitgegeben. Die Frommen betonen, dass es beim kosmischen Spiel nicht primär um eine von Leid befreiende Erlösung geht (mukti). Sondern als höchstes Ziel wird das fortwährende Streben nach Erkenntnis im Einklang mit der Allmacht gesehen (naam, param gati).[11]

Herz und Geist – Die gespaltene Identität

Der Grad der Täuschung und Unkenntnis wird letztlich als Grund für die menschliche Neigung zu Disharmonie, Egoismus und Sorge gesehen. Die Frommen richten daher ihr Augenmerk darauf, wie der Mensch diese überwinden kann und setzen sich eingehend mit der Natur des Menschen auseinander. Das Schaubild soll bei der Erörterung helfen.[12]

Die Natur des Menschen. Credits: Khushwant Singh

Demnach bildet die Seele (antaraatmaa; praatmaa,) wie die Sonne den Hintergrund des Lebens. Ihr Licht lässt das Bewusstsein (jivaatmaa) entstehen. Die Seele steuert Herz und Atmung, daher sind beide willentlich nicht zu stoppen. Gehirn und Körper sind Instrumente, die bei der Geburt frisch bereitgestellt werden. Das Gehirn (tirkuti) verarbeitet Wahrnehmungen, der Körper vollzieht Handlungen. Der Verstand (akal, bhudi) bewertet als Teil der Seele Gedanken und von außen einströmende Eindrücke. Geist und Herz bilden wie bei einer Medaille zwei Seiten des Bewusstseins. Der Geist (man) steht für das Weltliche (bhav saagar, maaeaa) und bringt materiellen Fortschritt, Kunst aber auch Niedertracht hervor. Er entzieht durch das Denken Energie. Das Herz steht für Spiritualität und Tugend (chit) und spendet durch seine Gabe des Verständnisses Kraft. Da beide gemäß der Allmacht antagonistisch arbeiten, hat der Mensch eine gespaltene Identität. Diese kann durch Erkenntnis um den seelischen Ursprung geheilt werden. Ähnlich wie bei einem Samen und einer Eizelle kann nach der Befruchtung durch Erkenntnis ein neues ganzheitliches Wesen entstehen (saabat surat, birch rup).[13]

Der Weg der Heimkehr ist allerdings eine Kunst. Denn der freie Geist lässt sich wie eine Welle leicht vom Winde der Vergänglichkeit verführen. So entsteht die Suggestion, man sei ein seelenloses biologisches Wesen. Daraus entwickelt sich ein Ich, das sich vor allem mit dem Materiellen identifiziert und nach weltlichen Annehmlichkeiten sehnt. Aus natürlichen Bedürfnissen entspringt unersättliches Verlangen (lobh). Dieses kann allerdings nur auf Kosten anderer erfüllt werden – seien es die Umwelt, Tiere oder Mitmenschen. So verheddert sich der Mensch individuell und kollektiv zusehends in der Komplexität des materiellen Fortschritts, lebt ungesund und naturfeindlich (manmukh). Er ist nun kaum in der Lage, seine Identifikation mit dem Körper, Gegenständen, Ideologien oder Formationen wie Nationalstaaten zu dekonstruieren. Da Individuum und Struktur einander bedingen, verstärkt sich diese Wahrnehmung über die Zeit. Unterwirft sich der Mensch vollends dem Geist (apnnaa bhaannaa), ist der Verstand auch bereit, das Gehirn für die Planung schrecklicher Taten zu nutzen. Die Frommen ziehen daher eine direkte Verbindung zwischen Gedanken und Tat. Die Endwirkung des Geistes liegt darin, dass die weltliche Diaspora (pardes) als Heimat erachtet wird. So sehr die Frommen diese Erfahrung keinem wünschen, erkennen sie an, dass auch darin eine höhere Weisheit zum Tragen kommt.[14]

Folgt der Mensch dem Herzen, kann er dem Geist entkommen. Notwendig ist eine Entfremdung vom weltlichen Treiben. Im Zuge dieser Entwicklung kann der Verstand intuitiv im Einklang mit der Seele leben (gur kaa bhaannaa) und das Gehirn für sittliche Handlungen nutzen. Die Frommen sprechen von einem erwachten Verstand (bibek bhudi). Je bewusster die wortlose Stimme der Seele Gehör findet, desto natürlicher und optimistischer kann mithilfe der schützenden Hand des Einen gelebt werden (kirpaa).[15]

Die Kunst der Schlichtheit und demütigen Hingabe

Die Erörterungen zeigen, dass eine zeitlose und friedensstiftende Ethik laut Sikh-Religion dann gelebt werden kann, wenn das Wahrhafte erkannt wird.[16] Gelingt dies, kann intuitiv sittlich gedacht und gehandelt sowie zur Nachahmung angeregt werden (sach dharam). Voraussetzung ist, sich auf die Ästhetik der Schlichtheit und natürliche Notwendigkeiten zu besinnen sowie das Vergängliche zu durchschauen. Zudem ist eine Offenheit dafür notwendig, sich wie die Natur als demütigen Teil eines Kreislaufs zu verstehen, der sich gemäß einer höheren Weisheit vollzieht. Nur so kann die stete Gefahr des Stolzes und der Selbstüberschätzung gebannt werden.[17]

Das Lebensideal der Sikhi ähnelt der Lotusblüte: lebensfroh und doch gleichmütig inmitten von Unreinheit rein zu sein (gurmukh, khaalsaa). Und zwar durch eine verantwortungsvolle und eben nicht indifferente Entweltlichung. Dies kann auf dreierlei Weise gelingen: Durch die Gnade der Seelenkenntnis (naam, baani, shabad). Durch ein reflektiertes Verständnis und die Verinnerlichung der Einsichten der Frommen (gurbaani, vichaar). Sowie durch die Gemeinschaft mit weisen Menschen, die ohne missionarischen Eifer oder weltliche Gegenleistungen bei der Reise zum Mittelpunkt des Seins ihre Hand reichen. Welcher Weg auch beschritten wird – die Antworten auf die Rätsel des Lebens können wir nur selbständig in uns finden.[18]

Fußnoten

[1] Alle Einsichten der Sikh-Religion sind aus dem Adi Guru Granth Sahib (AGGS) abgeleitet. Für die Quellenangaben wird die Standardausgabe der SGPC verwendet. Zunächst wird immer der Anfangsvers in der ursprünglichen Schriftsprache Gurmukhi zitiert. Es folgt die Seitenzahl sowie der Zusatz M. 1/2 usw. Dieser verdeutlicht, um welchen Frommen es sich aus der Linie der »zehn Gur« handelt. Bei denjenigen, die nicht dieser Folge entstammen, ist der Name angefügt, bspw. Kabir. Referenzen aus dem Dasam Granth (DG), der die Schriften enthält, die dem letzten Gur Gobind Singh zugeschrieben werden, entstammen der Online-Version.

[2] ਕਬੀਰ ਮਨੁ ਜਾਨੈ ਸਭ ਬਾਤ ਜਾਨਤ ਹੀ ਅਉਗਨੁ ਕਰੈ ॥ AGGS: 1376, Kabir; ਹਉਮੈ ਕਰਿ ਕਰਿ ਜਾਇ ਘਣੇਰੀ ਕਰਿ ਅਵਗਣ ਪਛੋਤਾਵਣਿਆ ॥੨॥ AGGS: 109, M. 1; ਸੁਖੁ ਨਾਹੀ ਬਹੁਤੈ ਧਨਿ ਖਾਟੇ ॥ AGGS: 1147, M. 5; ਰਾਜੁ ਰੂਪੁ ਝੂਠਾ ਦਿਨ ਚਾਰਿ ॥ AGGS: 796, M. 1; ਤੂ ਅਣਮੰਗਿਆ ਦਾਨੁ ਦੇਵਣਾ ਸਭਨਾਹਾ ਜੀਆ ॥ AGGS: 585, M. 3.

[3] Avtar Singh befasst sich in Ethics of the Sikhs (1996) ausführlich mit dem Thema Ethik.

[4] ਸਚੁ ਪੁਰਾਣਾ ਹੋਵੈ ਨਾਹੀ … AGGS: 956, M. 1; ਸਭੈ ਘਟ ਰਾਮੁ ਬੋਲੈ ਰਾਮਾ ਬੋਲੈ ॥ AGGS: 988, Naam Dev; ਗਿਆਨ ਖੜਗੁ ਲੈ ਮਨ ਸਿਉ ਲੂਝੈ … AGGS: 1022, M. 1; ਜਿਨੑ ਮਨਿ ਹੋਰੁ ਮੁਖਿ ਹੋਰੁ ਸਿ ਕਾਂਢੇ ਕਚਿਆ ॥ AGGS: 488, Shekh Farid.

[5] ਹੁਕਮੁ ਪਛਾਣੈ ਬੂਝੈ ਸਚੁ ਸੋਇ ॥੪॥ AGGS: 232, M. 3; ਗੁਰਮਤਿ ਹੋਇ ਵੀਚਾਰੀਐ ਸੁਪਨਾ ਇਹੁ ਜਗੁ ਲੋਇ ॥੭॥ AGGS: 63; ਗੁਰਮੁਖਿ ਖੋਟੇ ਖਰੇ ਪਛਾਣੁ ॥ AGGS: 942, M. 1; ਮੰਦਾ ਮੂਲਿ ਨ ਕੀਚਈ ਦੇ ਲੰਮੀ ਨਦਰਿ ਨਿਹਾਲੀਐ ॥ AGGS: 474, M. 2; ਬੋਲੀਐ ਸਚੁ ਧਰਮੁ ਝੂਠੁ ਨ ਬੋਲੀਐ ॥ AGGS: 488, Shekh Farid; ਆਪਨੜੇ ਗਿਰੀਵਾਨ ਮਹਿ ਸਿਰੁ ਨਂੀਵਾਂ ਕਰਿ ਦੇਖੁ ॥੬॥ AGGS: 1378, Shekh Farid.

[6] ਜਾਨੀ ਜਾਨੀ ਰੇ ਰਾਜਾ ਰਾਮ ਕੀ ਕਹਾਨੀ ॥ AGGS: 970, Kabir; ਇਕਸੁ ਹਰਿ ਕੇ ਨਾਮ ਬਿਨੁ ਅਗੈ ਲਈਅਹਿ ਖੋਹਿ ॥ AGGS: 133, M. 3; ਨਾ ਹਮ ਹਿੰਦੂ ਨ ਮੁਸਲਮਾਨ ॥ AGGS: 1136, M. 5; ਜਪੁ ਤਪੁ ਸੰਜਮੁ ਧਰਮੁ ਨ ਕਮਾਇਆ ॥ AGGS: 12, M. 1;ਰਾਮ ਰਾਮ ਸਭੁ ਕੋ ਕਹੈ ਕਹਿਐ ਰਾਮੁ ਨ ਹੋਇ ॥ AGGS: 491, M. 3; ਵਰਤ ਨ ਰਹਉ ਨ ਮਹ ਰਮਦਾਨਾ ॥ AGGS: 1136, M. 5; ਮਾਸੁ ਮਾਸੁ ਕਰਿ ਮੂਰਖੁ ਝਗੜੇ … AGGS: 156, M. 1; ਗਿਆਨੁ ਨ ਗਲੀਈ ਢੂਢੀਐ ਕਥਨਾ ਕਰੜਾ ਸਾਰੁ ॥ AGGS: 465 M. 1; ਬਿਦਿਆ ਨ ਪਰਉ ਬਾਦੁ ਨਹੀ ਜਾਨਉ ॥ AGGS: 885, Kabir.

[7] Es wird keine prophetische Exklusivität erhoben, sondern betont, dass Fromme in den unterschiedlichsten Zeitaltern geboren werden. Auch wird nicht von einer chronologischen Entwicklung ausgegangen, bei der später Geborene per se mehr Erkenntnis in sich tragen. ਗੁਰਿ ਕਹਿਆ ਸਾ ਕਾਰ ਕਮਾਵਹੁ ॥ ਗੁਰ ਕੀ ਕਰਣੀ ਕਾਹੇ ਧਾਵਹੁ ॥ AGGS: 933, M. 1; ਗੁਰੁ ਮੇਰਾ ਗਿਆਨੁ ਗੁਰੁ ਰਿਦੈ ਧਿਆਨੁ ॥ AGGS: 864, M. 5; ਸਿਖ ਮਤਿ ਸਭ ਬੁਧਿ ਤੁਮੑਾਰੀ … AGGS: 795 M. 1; ਨਿਰਗੁਣਿਆਰੇ ਕੋ ਗੁਣੁ ਨਾਹੀ … AGGS: 1429, M. 5; ਬੋਲਾਇਆ ਬੋਲੀ ਖਸਮ ਦਾ ॥ AGGS: 74, M. 5; ਹਰਿ ਜੁਗੁ ਜੁਗੁ ਭਗਤ ਉਪਾਇਆ … AGGS: 451, M. 4; ਧ੍ਰੂ ਪ੍ਰਹਿਲਾਦ ਜਪਿਓ ਹਰਿ ਜੈਸੇ ॥੧॥ AGGS: 337, Kabir.

[8] ਤੂ ਬੇਅੰਤੁ ਕੋ ਵਿਰਲਾ ਜਾਣੈ ॥ 562. M. 5; ਖੇਲ ਖੇਲਿ ਅਖੇਲ ਖੇਲਨ ਅੰਤ ਕੋ ਫਿਰਿ ਏਕ ।।੮੧।। DG: 4; ਹਰਿ ਹੈ ਖਾਂਡੁ ਰੇਤੁ ਮਹਿ ਬਿਖਰੀ … AGGS: 1377, Kabir; ਅਉਗਣੁ ਕੋ ਨ ਚਿਤਾਰਦਾ … AGGS: 1101, M. 5; ਆਵਨ ਜਾਨੁ ਇਕੁ ਖੇਲੁ ਬਨਾਇਆ ॥ AGGS: 294, M. 5; ਸਰਗੁਨ ਨਿਰਗੁਨ ਨਿਰੰਕਾਰ ਸੁੰਨ ਸਮਾਧੀ ਆਪਿ ॥ AGGS: 290, M. 5; ਇਕੁ ਸੰਸਾਰੀ ਇਕੁ ਭੰਡਾਰੀ ਇਕੁ ਲਾਏ ਦੀਬਾਣੁ ॥ AGGS: 7, M. 1; … ਤੂ ਸਾਹਿਬ ਗੁਣੀ ਨਿਧਾਨਾ ॥ AGGS: 735, M. 4; ਆਪੇ ਭਾਂਡੇ ਸਾਜਿਅਨੁ ਆਪੇ ਪੂਰਣੁ ਦੇਇ ॥ AGGS: 475, M. 1; ਸਾਚੇ ਤੇ ਪਵਨਾ ਭਇਆ ਪਵਨੈ ਤੇ ਜਲੁ ਹੋਇ ॥ AGGS: 19. M. 1; ਜਿਉ ਜਿਉ ਤੇਰਾ ਹੁਕਮੁ ਤਿਵੈ ਤਿਉ ਹੋਵਣਾ ॥ AGGS: 523, M. 5; ਬੁਰਾ ਨਹੀ ਸਭੁ ਭਲਾ ਹੀ ਹੈ … AGGS: 1302, M. 5; ਕਬੀਰ ਜੋ ਮੈ ਚਿਤਵਉ ਨਾ ਕਰੈ … AGGS: 1376, Kabir.

[9] ਬੀਜ ਮੰਤ੍ਰੁ ਸਰਬ ਕੋ ਗਿਆਨੁ ॥ AGGS: 274, M. 5; ਬਾਣੀ ਪ੍ਰਭ ਕੀ ਸਭੁ ਕੋ ਬੋਲੈ ॥ AGGS: 294, M. 5; ਮਨ ਤੂੰ ਜੋਤਿ ਸਰੂਪੁ ਹੈ ਆਪਣਾ ਮੂਲੁ ਪਛਾਣੁ ॥ AGGS: 441, M. 3; ਲਖ ਚਉਰਾਸੀਹ ਜੋਨਿ ਸਬਾਈ ॥ AGGS: 1075, M. 5; ਗੋਬਿੰਦ ਮਿਲਣ ਕੀ ਇਹ ਤੇਰੀ ਬਰੀਆ ॥ AGGS: 12, M. 5; ੴ … ਕਿਵ ਸਚਿਆਰਾ ਹੋਈਐ … AGGS: 1, M. 1; ਇਹੁ ਸਚੁ ਸਭਨਾ ਕਾ ਖਸਮੁ ਹੈ … AGGS: 922, M. 3; ਏਕੋ ਧਰਮੁ ਦ੍ਰਿੜੈ ਸਚੁ ਕੋਈ ॥ AGGS: 1188, M.1; ਸਭ ਬੁਧੀ ਜਾਲੀਅਹਿ ਇਕੁ ਰਹੈ ਤਤੁ ਗਿਆਨੁ ॥੪॥ AGGS: 1413, M. 3; ਨਾਨਕ ਦਾਸੁ ਮੁਖ ਤੇ ਜੋ ਬੋਲੈ ਈਹਾ ਊਹਾ ਸਚੁ ਹੋਵੈ ॥ AGGS: 681, M. 5; ਵਿਣੁ ਤੁਧੁ ਹੋਰੁ ਜਿ ਮੰਗਣਾ ਸਿਰਿ ਦੁਖਾ ਕੈ ਦੁਖ ॥ AGGS: 958, M. 5; ਜੀਅ ਦਾਨੁ ਦੇ ਭਗਤੀ ਲਾਇਨਿ ਹਰਿ ਸਿਉ ਲੈਨਿ ਮਿਲਾਏ ॥੨॥ AGGS: 749, M. 5; ਸਰਬ ਧਰਮ ਮਹਿ ਸ੍ਰੇਸਟ ਧਰਮੁ ॥ AGGS: 226 M. 5; ਹਾਥ ਪਾਉ ਕਰਿ ਕਾਮੁ ਸਭੁ ਚੀਤੁ ਨਿਰੰਜਨ ਨਾਲਿ ॥੨੧੩॥ AGGS: 1375, Kabir; ਊਠਤ ਬੈਠਤ ਸੋਵਤ ਧਿਆਈਐ ॥ AGGS: 386, M. 5; ਵਿਣੁ ਗੁਣ ਕੀਤੇ ਭਗਤਿ ਨ ਹੋਇ ॥ AGGS: 4, M. 1; ਸੋ ਕਿਉ ਮੰਦਾ ਆਖੀਐ ਜਿਤੁ ਜੰਮਹਿ ਰਾਜਾਨ ॥ AGGS: 473, M. 1; ਜਾਣਹੁ ਜੋਤਿ ਨ ਪੂਛਹੁ ਜਾਤੀ … AGGS: 349, M. 1.

[10] Sie fragen kritisch, welche Taten denn den ersten Lebewesen vorangegangen sein sollen. ਜਬ ਕਛੁ ਨ ਸੀਓ ਤਬ ਕਿਆ ਕਰਤਾ ... AGGS: 748, M. 5.

[11] ਭਰਮੇ ਭੂਲੇ ਆਵਉ ਜਾਉ ॥੧॥ AGGS: 229, M. 3; ਭਰਮੇ ਭੂਲਾ ਦਹ ਦਿਸਿ ਧਾਵੈ ॥ AGGS: 277, M. 5; ਪਾਪ ਪੁੰਨ ਹਮਰੈ ਵਸਿ ਨਾਹਿ ॥ AGGS: 899, M. 5; ਪਾਪ ਪੁੰਨ ਦੁਇ ਏਕ ਸਮਾਨ ॥ AGGS: 325, Kabir; ਤੂੰ ਕਰਤਾ ਕਰਣਾ ਮੈ ਨਾਹੀ … AGGS: 469, M. 1; ਆਖਾ ਜੀਵਾ ਵਿਸਰੈ ਮਰਿ ਜਾਉ ॥ AGGS: 9, M. 1; ਜੰਮਣੁ ਮਰਣਾ ਹੁਕਮੁ ਹੈ … AGGS: 472, M. 1; ਹਉ ਆਇਆ ਦੂਰਹੁ ਚਲਿ ਕੈ … AGGS: 763 M. 5;ਹਉਮੈ ਦੀਰਘ ਰੋਗੁ ਹੈ ਦਾਰੂ ਭੀ ਇਸੁ ਮਾਹਿ ॥ AGGS: 466, M. 2; ਦੁਖੁ ਦਾਰੂ ਸੁਖੁ ਰੋਗੁ ਭਇਆ … AGGS: 469, M. 1; ਰਾਜੁ ਨ ਚਾਹਉ ਮੁਕਤਿ ਨ ਚਾਹੳ ... AGGS: 534, M. 5; ਮੁਕਤਿ ਬਪੁੜੀ ਭੀ ਗਿਆਨੀ ਤਿਆਗੇ ॥ AGGS: 1078, M. 5; ਨਾਨਕ ਨਾਮੁ ਮਿਲੈ ਤਾਂ ਜੀਵਾਂ … AGGS: 1429, M. 5.

[12] ਚਿੰਤਾ ਜਾਇ ਮਿਟੈ ਅਹੰਕਾਰੁ॥ AGGS: 293, M. 5; ਮਨ ਕਾ ਸੁਭਾਉ ਸਭੁ ਕੋਈ ਕਰੈ ॥ AGGS: 1167, Ravi Daas.

[13] ਹੁਕਮੈ ਅੰਦਰਿ ਸਭੁ ਕੋ ਬਾਹਰਿ ਹੁਕਮ ਨ ਕੋਇ ॥ AGGS: 1, M. 1; ਮਾਰੈ ਏਕਹਿ ਤਜਿ ਜਾਇ ਘਣੈ ॥੨੧॥ AGGS: 341, Kabir; ਦੁਬਿਧਾ ਮਾਰੇ ਇਕਸੁ ਸਿਉ ਲਿਵ ਲਾਏ ॥ AGGS: 119, M. 3; AGGS: 763, M. 5; ਕਾਇਆ ਅੰਦਰਿ ਪਾਪੁ ਪੁੰਨੁ ਦੁਇ ਭਾਈ ॥ AGGS: 126, M. 3; ਮਨ ਮਹਿ ਆਪਿ ਮਨ ਅਪੁਨੇ ਮਾਹਿ ॥ AGGS: 109, M. 1; ਜਿਨਾ ਇਕ ਮਨਿ ਇਕ ਚਿਤਿ ਧਿਆਇਆ ਸਤਿਗੁਰ ਸਉ ਚਿਤੁ ਲਾਇ ॥ AGGS: 1423, M. 4; ਜੇ ਇਕੁ ਹੋਇ ਤ ਉਗਵੈ … AGGS: 468, M. 1; ਸਾਬਤ ਸੂਰਤਿ ਦਸਤਾਰ ਸਿਰਾ ॥੧੨॥ AGGS: 1083, M. 5.

[14] ਖੰਨਿਅਹੁ ਤਿਖੀ ਵਾਲਹੁ ਨਿਕੀ ਏਤੁ ਮਾਰਗਿ ਜਾਣਾ ॥ AGGS: 917, M. 3; ਝਗੜਾ ਕਰਦਿਆ ਅਨਦਿਨੁ ਗੁਦਰੈ ਸਬਦਿ ਨ ਕਰੈ ਵੀਚਾਰੁ ॥ AGGS: 549 M. 3; ਆਪਣੈ ਭਾਣੈ ਜੋ ਚਲੈ ਭਾਈ ਵਿਛੁੜਿ ਚੋਟਾ ਖਾਵੈ ॥ AGGS: 601, M. 3; ਗੁਰ ਕੈ ਭਾਣੈ ਜੋ ਚਲੈ ਦੁਖੁ ਨ ਪਾਵੈ ਕੋਇ ॥੩॥ AGGS: 31, M. 3; ਬੁਧਿ ਵਿਸਰਜੀ ਗਈ ਸਿਆਣਪ ਕਰਿ ਅਵਗਣ ਪਛੁਤਾਇ ॥ AGGS: 76, M. 1; ਵਡੇ ਵਡੇ ਜੋ ਦੀਸਹਿ ਲੋਗ ॥ AGGS: 188, M. 5; ਜੋ ਕਿਛੁ ਕੀਆ ਸੋ ਮਨ ਕੀਆ … AGGS: 1369, Kabir; ਦੇਸੁ ਛੋਡਿ ਪਰਦੇਸਹਿ ਧਾਇਆ ॥ AGGS: 1348, M. 5.

[15] ਬਿਨੁ ਦੇਖੇ ਉਪਜੈ ਨਹੀ ਆਸਾ ॥AGGS: 1167 Ravi Daas; ਭਗਤਾ ਤੈ ਸੈਸਾਰੀਆ ਜੋੜੁ ਕਦੇ ਨ ਆਇਆ ॥ AGGS: 145, M. 3; ਅਕਲੀ ਸਾਹਿਬੁ ਸੇਵੀਐ … AGGS: 1245, M. 1; ਏਕੋ ਨਾਮੁ ਹੁਕਮੁ ਹੈ … AGGS: 72, M. 1; ਹੁਕਮੁ ਬੂਝਿ ਪਰਮ ਪਦੁ ਪਾਈ ॥ AGGS: 292, M. 5; ਗੁਰਮੁਖਿ ਗਿਆਨੁ ਬਿਬੇਕ ਬੁਧਿ ਹੋਇ ॥ M. 3 AGGS: 317.

[16] Dass die Frommen einer handlungsleitenden Spiritualität folgten, zeigt sich in ihrer mutigen Lebensführung, die Zuspruch aus den unterschiedlichsten Religionen und Gesellschaftsbereichen fand. Sie blieben sich auch bei existenzieller Bedrohung treu und prangerten Ungerechtigkeiten und Fanatismus an. Der fünfte und der neunte Fromme aus der Linie der »Gur« ließen sich trotz Folter bis zu ihrer Ermordung nicht von ihrem Lebensweg durch die Machthaber abbringen. ਸਚਹੁ ਓਰੈ ਸਭੁ ਕੋ ਉਪਰਿ ਸਚੁ ਆਚਾਰੁ ॥੫॥ AGGS: 62, M. 1.

[17] ਜੋ ਤੁਧੁ ਭਾਵੈ ਸੋ ਸਚੁ ਧਰਮਾ ॥ AGGS: 180, M. 5; ਆਪਿ ਜਪਹੁ ਅਵਰਾ ਨਾਮੁ ਜਪਾਵਹੁ ॥ AGGS: 289, M. 5; ਰੁਖੀ ਸੁਖੀ ਖਾਇ ਕੈ ਠੰਡਾ ਪਾਣੀ ਪੀਉ ॥ AGGS: 1379, Farid; ਬ੍ਰਹਮ ਗਿਆਨੀ ਕੈ ਗਰੀਬੀ ਸਮਾਹਾ ॥ AGGS: 273, M. 5; ਬਿਨਾ ਸੰਤੋਖ ਨਹੀ ਕੋਊ ਰਾਜੈ ॥ AGGS: 279, M. 5; ਗੁਰਮੁਖਿ ਆਪਣਾ ਮਨੁ ਮਾਰਿਆ … AGGS: 87, M. 3; ਪੜਿਆ ਮੂਰਖੁ ਆਖੀਐ ਜਿਸੁ ਲਬੁ ਲੋਭੁ ਅਹੰਕਾਰਾ ॥ AGGS: 140, M. 1; … ਮਨਿ ਜੀਤੈ ਜਗੁ ਜੀਤੁ ॥ AGGS: 6, M. 1; ਹਉ ਵਿਚਿ ਸਚਿਆਰੁ ਕੂੜਿਆਰੁ ॥ AGGS: 466, M. 1.

[18] ਜੈਸੇ ਜਲ ਮਹਿ ਕਮਲੁ ਨਿਰਾਲਮੁ ਮੁਰਗਾਈ ਨੈ ਸਾਣੇ ॥ AGGS: 938, M. 1; ਕਹੁ ਕਬੀਰ ਜਨ ਭਏ ਖਾਲਸੇ ਪ੍ਰੇਮ ਭਗਤਿ ਜਿਹ ਜਾਨੀ ॥੪॥੩॥ AGGS: 655, Kabir; ਗੁਰ ਗਿਆਨੁ ਪਦਾਰਥੁ ਨਾਮੁ ਹੈ … AGGS: 759, M. 4; ਹੋਇ ਪੈ ਖਾਕ ਫਕੀਰ ਮੁਸਾਫਰੁ … AGGS: 1083, M. 5; ਖੋਜ ਬੂਝਿ ਜਉ ਕਰੈ ਬੀਚਾਰਾ ॥ … AGGS: 342, Kabir; ਊਤਮ ਕਰਣੀ ਸਬਦ ਬੀਚਾਰ ॥੩॥ AGGS: 158, M.3; ਧ੍ਰਿਗੁ ਤਿਨਾ ਕਾ ਜੀਵਿਆ ਜਿ ਲਿਖਿ ਲਿਖਿ ਵੇਚਹਿ ਨਾਉ ॥ AGGS: 1245, M. 1; ਸਾਧੂ ਕੈ ਸੰਗਿ ਮਹਾ ਪੁਨੀਤ ॥ AGGS: 271, M. 5; ਆਪਣ ਹਥੀ ਆਪਣਾ ਆਪੇ ਹੀ ਕਾਜੁ ਸਵਾਰੀਐ AGGS: 474, M. 1.

Quelle

Der Artikel basiert auf folgender Publikation:
Singh, Khushwant (2014). Ethik in der Sikh-Religion. In Hamid Reza Yousefi & Harald Seubert (Hrsg.), Ethik im Weltkontext. Geschichten – Erscheinungsformen – Neuere Konzepte (S. 133-140). Springer VS.

Khushwant Singh

arbeitet in der Internationalen Zusammenarbeit. Er hat Ethnologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Heidelberg (Magister) sowie Sozialanthropologie am Goldsmiths College der University of London (Master of Research) studiert und jeweils mit Auszeichnung abgeschlossen. Er engagiert sich ehrenamtlich im interreligiösen Dialog und ist Gründungsmitglied und ehemaliger Vorsitzender des Rates der Religionen Frankfurt. Singh kooperiert u.a. mit der Stiftung Weltethos, dem Bundeskongress der Räte der Religionen, dem Abrahamischen Forum (Religionsgespräche), dem Arbeitskreis Religionen und Naturschutz und der Stiftung gegen Rassismus. Ausgehend von Gurmat, zeitlosen Weisheiten, die im Zentrum der Sikhi stehen, widmet sich Singh der Jugendarbeit sowie der generationenübergreifenden Herzensbildung. Er publiziert auf Deutsch und Englisch zu den Themen Ethik, Spiritualität, Verhaltensänderung, Nachhaltigkeit und globalen Herausforderungen der Menschheit. Singh spricht auf Konferenzen, an Universitäten und Schulen und produziert den WisdomTalk Podcast “Leben mit Weisheit Living with Wisdom”.

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